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Gezielte Abwasservorbehandlung

- zur Entlastung der kommunalen Kläranlage

Der Anstoß, die Kläranlage zu entlasten, kam von der Gemeinde Münster. Aufgrund gestiegener Einwohnerzahlen kam die Kläranlage an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Zudem entstehen durch den Herstellprozess von Kosmetik spezielle Abwässer, die von der Kläranlage nicht behandelt werden können. Denn es handelt sich um eine Emulsion, die gezielt gespaltet werden muss.

Um hier zu unterstützen und die Kläranlage zu entlasten wurde eine eigene Flotationsanlage, in welcher das Abwasser vorbehandelt wird in Betrieb genommen. Die Abwasseranlage wird automatisch betrieben und das behandelte Wasser kontinuierlich der kommunalen Kläranlage zugeführt. Durch diesen Beitrag können alle Grenzwerte im Ablauf der Kläranlage sicher eingehalten werden. Zudem ist ein Puffer für die überlastete Anlage enstanden.

Die Flotationsanlage - wirkungsvoll und effizient

Das Abwasser wird in zwei Misch- und Ausgleichsbecken gesammelt, sodass durch die Vergleichmäßigung des Abwassers vor allem die Zugabe von Chemikalien (Natronlauge, Flockungsmittel und Flockungshilfsmittel) relativ konstant gehalten werden kann und eine Überdosierung vermieden wird.

Damit der stabile Betrieb der Anlage gewährleistet ist, befinden sich bei den Vorlagebehältern der Chemikalien Füllstandsmessungen, die mit Alarmgebung ausgestattet sind. Das Abwasser in den Misch- und Ausgleichsbehältern wird durch Rührwerke homogen gehalten, was wiederum Grundlage für eine stabile Zugabe der Chemikalien ist.

Die 2009 gebaute innerbetriebliche Abwasseraufbereitungsanlage mit Wärmerückgewinnung wurde 2016 in Betrieb genommen. Damit wird die Qualität des Abwassers reguliert. Die Wärmerückgewinnung bzw. der Wärmeentzug erfolgt durch ein Wärmeaustauschmodul. Die zurückgewonnene Wärme wird dem Wärmespeicher der Warmwassererwärmung bzw. Heizung zugeführt. Somit wird verhindert, dass warmes Wasser der Kanalisation zugeführt wird. Die Kombination aus Wärmerückgewinnung und Wasserrecycling leistet somit nicht nur einen Beitrag zur ökologischen und ökonomischen nachhaltigen Nutzung der Ressource Wasser, sondern verringert auch den Heizenergiebedarf.

Statement der RC-Jury:

Das Projekt ist wegweisend dafür, wie im konstruktiven Dialog zwischen Unternehmen und Kommune optimale Lösungen für mehr Umweltschutz gefunden werden können. Die Vorbehandlung der Produktionsabwässer geht über Alternative zu End-of-Pipe-Lösungen in der kommunalen Kläranlage dar – das Unternehmen stellt damit sein verantwortungsbewusstes Handeln eindrucksvoll unter Beweis.

Am Donnerstag, den 30.Juli 2020 wurde im kleinen Kreis, der Geschäftsleitung Herr und Frau Schmid, Herrn Dietmar Schmid und den beteiligten Mitarbeitern die Urkunde persönlich vom Geschäftsführer des Verbandes der Bayerischen Chemischen Industrie Herrn Dr. Markus Born sowie Frau Dr. Mirja Wehner (VCI) in Münster am Lech feierlich übergeben.

Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und danken der Responsible Care-Jury des Bayerischen Verbandes der Chemischen Industrie (VBCI) für die hohe Anerkennung und den persönlichen Besuch in unserer Geschäftsstelle in Münster am Lech.

  
Gruppenfoto website 3Von links Herr Dr. Markus Born Geschäftsführer des VCI-Landesverbandes Bayern, Herr Dietmar Schmid Geschäftsführer (SK), Herr Günther Schmid Geschäftsführer (SK), Herr Jürgen Raab 1. Bürgermeister der Gemeinde Münster, Frau Stella Schmid Geschäftsführerin (SK), Frau Dr. Mirja Wehner (VCI), Herr Sebastian Stein (SK-QM/UM/HS/R&D), Herr Stefan Bawidamann Executive Finance Manager (SK)

 

 

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